Krankenversicherung für den Hund kündigen

Das Wichtigste gleich vorweg: Bevor Sie Ihre Krankenversicherung für den Hund kündigen, sollten Sie einen gründlichen Vergleich der am Markt aktuell verfügbaren Hundekrankenversicherungen durchführen. Am besten holen Sie zudem eine Abschlusszusage ein, damit Sie im Ernstfall nicht plötzlich ohne einen krankenversicherten Hund dastehen. Damit Ihre Kündigung und der anschließende Wechsel einwandfrei funktionieren, führen wir Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

Warum denken Hundehalter darüber nach, die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen?

Anhand unserer Erfahrungen wissen wir, dass diese Gründe für die Kündigung der Hundekrankenversicherung eine Schlüsselrolle spielen:

  1. Beitragserhöhungen in bestehenden Tarifen
  2. Unzureichende Leistungen oder schlicht eine gewünschte Verbesserung der Tarifleistungen
  3. Unzufriedenheit mit dem Kundenservice des aktuellen Versicherers
  4. Der Wunsch verschiedene Versicherungen unter einem Dach zu kombinieren

All das sind valide Gründe, um die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen. Ein Denkfehler wäre aber, die Hundekrankenversicherung zu kündigen, „weil der Hund sowieso immer gesund ist“: Genau das kann sich schnell ändern. Krankheiten und kostspielige Behandlungen kündigen sich nicht an – eine Krankenversicherung für den Hund sichert Sie aber genau für diesen Ernstfall ab.

Welche Möglichkeiten haben Sie, um die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen?

Option A: Ordentliche Kündigung

Sie kündigen gemäß den Vertragsbedingungen, üblicherweise mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Berücksichtigen Sie dabei, ob Sie einen Monats- oder Jahresvertrag haben. Senden Sie die Kündigung schriftlich zudem rechtzeitig vor einer Verlängerung des Tarifs an den Versicherer.

Option B: Sonderkündigungsrecht

Diese Möglichkeit existiert typischerweise nur bei einer Änderung der Versicherungsbedingungen oder bei einer Beitragserhöhung ohne Leistungsverbesserungen. Sofern Sie Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht haben, müssen Sie dieses normalerweise binnen eines Monats nach Zustellung geltend machen.

Option C: Krankenversicherung für den Hund kündigen nach Schadensfall

Diese Praxis kennen Sie womöglich von Ihrer Haftpflichtversicherung: Nach einem großen Schadensfall verteuerte sich die, nun möchten Sie diese kündigen. Bei einer Tierversicherung ist das aber nicht die Norm und meistens auch nicht empfehlenswert. Durch den „Schadensfall“ (also die Behandlung) hat der Hund nun eine Vorerkrankung, wodurch er schlechter zu versichern ist. Außerdem werden die schon stattgefundenen Erkrankungen im Regelfall ausgeschlossen, was den Versicherungsschutz effektiv reduziert.

Zudem können und sollten Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen, sofern der Hund leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist oder Sie ihn beispielsweise abgegeben haben. Ohne einen Hund, ist natürlich auch keine Hundeversicherung mehr nötig.

Welche Nachteile sind denkbar, wenn Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen?

Eine Krankenversicherung für den Hund zu kündigen ist eine weitgreifende Entscheidung, die Sie gut bedenken sollten. Daraus können sich Vorteile ergeben, ebenso aber Nachteile.

Ganz klassische Nachteile bei der Kündigung einer Hundekrankenversicherung sind:

  • Ohne neue Versicherung ist der Hund unversichert. Das kann bei nötigen Behandlungen zu erheblichen Kosten führen.
  • Ein Wiedereintritt in die schon final gekündigte Versicherung ist meistens nicht möglich, Sie müssten sich dann also anderweitig umschauen.
  • Bei einer neuen Hundekrankenversicherung müssen Sie womöglich die vertraglichen Wartezeiten neu durchlaufen. Das lässt sich umgehen, sofern der Versicherer die aktuelle Vorversicherung vollumfänglich anerkennt.
  • Bei Abschluss einer neuen Hundekrankenversicherung werden schon bestehende Erkrankungen und andere Vorfälle aus der Krankenakte des Hundes typischerweise ausgeschlossen.

Welche Vorteile kann es haben, die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen?

  • Sie reduzieren durch die Kombination aus Kündigung + Wechsel in eine neue Versicherung womöglich die zu zahlenden monatlichen Beiträge.
  • Sie könnten, nachdem Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen, in eine andere Versicherung wechseln – zum Beispiel in eine meist generell günstigere Hunde-OP-Versicherung.
  • Sofern Sie beispielsweise mit den Erstattungen oder dem Kundenservice des aktuellen Versicherers unzufrieden sind, wird sich das nach dem Wechsel womöglich verbessern.

Worauf müssen Sie bei der Kündigung und Neuauswahl der Hundekrankenversicherung achten?

Damit nichts schiefgeht, haben wir für Sie eine kleine Checkliste vorbereitet, die Sie Schritt für Schritt durchgehen können.

1. Prüfen Sie nüchtern die Krankenakte und Behandlungshistorie des Hundes

Vor allem wenn Sie den Vierbeiner schon länger haben, gerieten einige frühere Behandlungen und Diagnosen mitunter in Vergessenheit. Diese werden aber spätestens bei einer Neuversicherung des Tieres wieder relevant. Sie könnten zum Beispiel bei Ihrem Tierarzt die komplette Krankenakte einfordern. Die ist mitunter bei Abschluss der neuen Hundekrankenversicherung sowieso notwendig. Außerdem können Sie damit abschätzen, welche Ausschlüsse Sie womöglich erwarten.

2. Prüfen Sie Ihre aktuelle Hundekrankenversicherung ebenso wie mögliche Alternativen

Nun geht es ans Geld: Prüfen Sie Ihre aktuellen Versicherungsbeiträge und wie sich diese seit Versicherungsbeginn entwickelt haben. Prüfen Sie im selben Atemzug auch die Leistungen, die Sie dafür erhalten.

Beides können Sie nun möglichen Alternativen gegenüberstellen. Nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen Vergleich für Hundekrankenversicherungen und speziell für Hunde-OP-Versicherungen – je nachdem, was Sie präferieren. So erhalten Sie einen guten Einblick, wie Sie selbst aktuell im marktbreiten Vergleich dastehen.

3. Erst vergleichen, dann anfragen, dann wechseln!

Reichen Sie die Kündigung am besten erst ein, wenn Sie schon eine Zusage der neuen Versicherung haben. Das ist logisch, denn eine Hundekrankenversicherung ist eine zu gute und wertvolle Absicherung, um dabei irgendetwas dem Zufall zu überlassen.

Alternativen zur Kündigung der Hundekrankenversicherung im Überblick

Alternative A: Wechsel in die OP-Versicherung

Viele Hundekrankenversicherer führen auch Hunde-OP-Versicherungen. Da sind die Beiträge meist niedriger, da diese Tarife eben auch nur bei operativen Eingriffen einspringen. Das sind oftmals aber die, die die höchsten Kosten verursachen. Es kann aber auch bei Hunde-OP-Versicherungen zu Ausschlüssen kommen.

Alternative B: Tarifwechsel beim selben Versicherer

Sofern die Versicherung verschiedene Tarife führt, könnten Sie mitunter nur den Tarif statt den Versicherer wechseln. Das ist eine Alternative, wenn Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen möchten, da Sie stattdessen beispielsweise Ihren Selbstbehalt erhöhen oder Jahreslimits reduzieren könnten – beides würde sich positiv auf die zu zahlenden monatlichen Beiträge auswirken. Fragen Sie hierzu direkt bei Ihrem Versicherer nach.

Überlegen Sie sich immer genau, ob Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen möchten

Aus einer studentischen Arbeit der Freien Universität Berlin geht hervor, dass in Deutschland weniger als zehn Prozent aller Katzen und Hunde krankenversichert sind. Die Studie spricht von krankenversicherten Tieren lediglich im „einstelligen Prozentbereich“. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenigstens 9 von 10 Tiere haben keinen Krankenversicherungsschutz, deren Halter könnten im Ernstfall von sehr hohen Kosten bedroht sein.

Sofern Sie daran denken die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen, um sich die Krankenversicherungskosten komplett zu sparen, können wir davon nur abraten. Vielleicht sieht das auf den ersten Blick tatsächlich wie „leicht gespartes Geld“ aus, aber die Rechnung dafür kommt fast immer später. Nämlich dann, wenn es tatsächlich zu einer Erkrankung kommt.

Schauen wir uns kurz an, wie viel Geld verschiedene Behandlungen beim Hund beispielhaft kosten würden:

  • Hautprobleme und Allergien verursachen oft wiederkehrende Kosten von bis zu 600 Euro pro Jahr
  • Ohrenentzündungen können durchaus 300 Euro kosten
  • ist ein MRT oder CT notwendig, kalkulieren Sie am besten mit 600 bis 1.100 Euro
  • Augenprobleme kosten je nach Schwere und Häufigkeit 100 bis 600 Euro
  • Zahnbehandlungen können, bei notwendigen Extraktionen, leicht 1.000 Euro oder mehr kosten
  • Erkrankungen der Schilddrüse oder Diabetes kosten aufgrund der Medikamente bis zu 150 Euro – und zwar im Monat

Wenn Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen und zumindest einige solcher oder vergleichbarer Behandlungen selbst zahlen müssen, wird das schwer auf der Haushaltskasse wiegen. Dabei haben wir an dieser Stelle noch nicht einmal die nötigen Operationen erwähnt, bei denen Sie quasi immer von Tausenden Euro ausgehen müssen.

Deshalb: Wenn Sie die Krankenversicherung für den Hund kündigen möchten, dann am besten nur mit einem anschließenden Wechsel. Wichtig ist, dass das Tier und Ihr Konto weiterhin abgesichert sind. Denn selbst kleine Wehwehchen oder „normale“ Erkrankungen können sich über die Jahre summieren, lebensbedrohliche Erkrankungen kosten sowieso sehr viel Geld.

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Gute Entscheidungen trifft man, indem man alle Informationen kennt. Ob es sinnvoll ist, die Krankenversicherung für den Hund zu kündigen, entscheiden also auch die zur Verfügung stehenden Alternativen. Die können Sie bei uns jetzt gleich in Erfahrung bringen, völlig kostenlos und unverbindlich, zudem auch 100 % sicher und transparent. Scheinen Kündigung und Wechsel danach immer noch attraktiv, können Sie die neue Hundekrankenversicherung hier auch direkt online abschließen!

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