Bei der Krankenversicherung für Hunde mit Kastration ist die Kastration ein erstattungsfähiger Behandlungsfall: Liegt für die Kastration eine medizinische Indikation vor, springt also der Versicherer mit der Kostenübernahme ein. Womöglich übernimmt so eine Police aber auch planbare Kastrationen. Wenn Ihnen wichtig ist, dass Kastrationen Teil des Leistungskatalogs sind, sollten Sie daher schon beim Vergleich und der Auswahl der Krankenversicherung darauf achten.
Darum ist eine Krankenversicherung für Hunde mit Kastration eine Bereicherung
Wie immer bei Krankenversicherungen, steht natürlich die Kostenübernahme im Fokus. Die Kastration kostet beim Rüden für gewöhnlich bis zu 350 Euro, bei Hündinnen bis zu 600 Euro. Sofern die Versicherung Kastrationen nicht zum Leistungskatalog zählt, müssten Sie diese Beträge also aus eigener Tasche zahlen.
Wichtig ist aber auch, dass der Aspekt der ungewollten Fortpflanzung hinsichtlich der Kastration nicht die einzige Rolle spielt. Natürlich wird den Tieren damit die Fortpflanzungsmöglichkeit genommen, einige Erkrankungen werden aber auch durch eine Kastration behandelt – in diesem Fall ist es eine lebensrettende Maßnahme.
Sie sollten also daran denken, dass es nicht immer nur darauf ankommt ob Sie eine Kastration „wollen“, sondern manchmal ebenso eine Rolle spielt, ob Hund oder Hündin kastriert werden „müssen“.
Die verschiedenen Kastrationen und wie Versicherer sie einstufen
Grundlegend differenzieren Tierversicherer zwischen zwei Fällen:
1. Fall A – die freiwillige Kastration
Selbige findet statt, um die ungewollte Fortpflanzung zu verhindern. Gleichermaßen bildet die Kastration manchmal die letzte Maßnahme bei erheblichen Verhaltensauffälligkeiten. Sie ersetzt aber keinesfalls ein ordnungsgemäßes und umsichtiges Training der Hunde.
Hier ist zu beachten: Der § 6 Tierschutzgesetz (TierSchG) verbietet eine Kastration, sofern keine medizinische Indikation vorliegt. Das Tierschutzgesetz erlaubt aber Ausnahmen: Sofern der Hund beispielsweise verhaltensauffällig und nicht zu kontrollieren ist, könnte der Tierarzt eine Kastration als letztes Mittel durchführen. Die Entscheidung darüber obliegt dem behandelnden Mediziner.
In diesen Fällen erstattet eine Krankenversicherung für Hunde mit Kastration mitunter nicht die vollständigen Kosten. Womöglich wird nur ein Zuschuss gewährt. Eine Krankenversicherung ohne Kastrations-Leistungen würde in diesem Fall gar nichts zahlen.
2. Fall B – die medizinisch indizierte Kastration
Die Krankenversicherung für Hunde mit Kastration erstattet die Behandlung, sofern eine medizinische Indikation vorliegt. Die Kastration dient dann als lebensrettende Maßnahme und ist Teil der Behandlung der vorliegenden Erkrankung. Das trifft beispielsweise bei diesen Erkrankungen zu:
- Hodentumore
- Gebärmutterentzündung
- Hodenhochstand
- Prostataerkrankungen
- Tumorbildung am Eierstock
- Nekrosen, Torsion der Hoden oder Ovarien
Wussten Sie schon? Aufgrund des Tierschutzgesetzes sind die Kastrationsraten bei Hunden in Deutschland deutlich niedriger als in anderen Ländern. Bei einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover aus dem Jahr 2018 waren 56,1 % der Hündinnen und nur 43,9 % der Rüden kastriert. Zum Vergleich: In den USA oder Australien sind typischerweise rund 75 bis 80 % der Hunde kastriert.
Welchen Nutzen und welche Vorteile bringt die Krankenversicherung für Hunde mit Kastration?
- Sie bleiben nicht auf den Kosten der Kastration sitzen, sondern bekommen diese, wenn ein valider Grund vorliegt, von der Versicherung erstattet.
- Bei präventiven Kastrationen könnten Sie unter Umständen einen Zuschuss zwischen rund 25 bis 150 Euro erhalten. Dieser Zuschuss deckt die Kosten nicht vollständig, ist aber dennoch eine Entlastung.
- Bei einer Krankenversicherung für Hunde mit Kastration ist das operative Verfahren selbst gedeckt, genauso aber auch die Nachbehandlung und etwaige Komplikationen. Das schützt Sie vor möglicherweise hohen Folgekosten.
- Durch die Krankenversicherung für Hunde mit Kastration und deren Erstattung können Sie sich mitunter für ein modernes Verfahren entscheiden, das sanfter für den Vierbeiner, aber auch teurer ist.
Wie viel kostet eine Kastration bei Hunden typischerweise?
Die Kosten hierfür sind in der Gebührenordnung für Tierärzte geregelt. Das bedeutet aber nicht, dass jede Kastration exakt gleich viel kostet. Die finale Summe kann immer variieren, je nachdem welchen GOT-Satz der Tierarzt ansetzt und wie aufwändig die Operation dann tatsächlich war.
Als erste Orientierung können Sie mit den folgenden Kosten für die Hundekastration rechnen:
- klassisches Verfahren beim Rüden: 150 bis 350 Euro
- klassisches Verfahren bei Hündinnen: 350 bis 600 Euro
- laparoskopische Kastration der Hündin: 450 bis 1.000 Euro
- Kastration bei diagnostizierter Pyometra (Entzündung der Gebärmutter): 900 bis 1.600 Euro
- Kryptorchiden-OP (Hoden sind im Bauch): 400 bis 800 Euro
Das laparoskopische Verfahren ist minimal-invasiv und besonders sanft, wird aber aufgrund der nötigen Ausstattung und Komplexität nicht von allen Tierärzten angeboten. Gleichermaßen kommt das laparoskopische Operationsverfahren normalerweise nur bei Hündinnen zum Einsatz, da beim Rüden die Hoden sowieso schon gut erreichbar sind. Aus diesem Grund sind Kastrationen beim Rüden zudem generell günstiger – sie verursachen schlicht weniger Aufwand und sind schneller durchgeführt.
Welche Komplikationen oder Folgeprobleme sind bei Kastrationen denkbar?
Eine Krankenversicherung für Hunde mit Kastration ist für Sie auch deshalb eine Bereicherung, weil eben nicht nur der Eingriff selbst, sondern auch alle nachfolgenden Handgriffe abgedeckt sind. Wie bei jeder Operation, auch bei solchen Standardeingriffen, gibt es immer Risiken.
Statistisch relevante Komplikationen bei Kastrationen sind:
- Wundheilungsstörungen
- Entzündungen
- Fadenfisteln
- Nachblutungen
- Narkosekomplikationen
Wenn Sie keine Krankenversicherung für Hunde mit Kastration haben, müssen Sie die Behandlungen dieser Komplikationen selbst zahlen. Die werden sich nahezu immer auf einen kleinen vierstelligen Betrag aufaddieren.
Merken Sie sich daher: Mit einer Krankenversicherung für Hunde mit Kastration sind Sie bezüglich des medizinisch notwendigen Eingriffs selbst auf der sicheren Seite, genauso aber müssen Sie keine hohen Folgekosten im Nachgang fürchten. So sieht eine Rundum-Absicherung aus.
Worauf müssen Sie bei der Wahl der Krankenversicherung für Hunde mit Kastration achten?
Eine freiwillige Kastration ist bei nahezu allen Krankenversicherern ausgeschlossen, maximal wird diese bezuschusst, aber auch das ist nicht die Norm. Achten Sie daher generell bei der Auswahl der Hundekrankenversicherung auf Formulierungen wie:
- „Kastration nur bei medizinischer Indikation“
- „Elektive Eingriffe pauschal ausgeschlossen“
- „Zuschuss nur einmal im Hundeleben“
- „Keine Erstattung bei Folgekosten von elektiven Eingriffen“
- „Komplikationen im Zusammenhang mit einer nicht versicherten Operation sind ausgeschlossen.“
Achten Sie zudem auf Ausschlüsse, bedingt durch Vorerkrankungen beziehungsweise schon bekannte Probleme. Im Fokus stehen vor allem:
- bekannte hormonelle Störungen
- eine bereits bekannte Vergrößerung der Prostata
- eine wiederkehrende Scheinträchtigkeit
Solche Vorerkrankungen können dazu führen, dass die Versicherer die Kastration mitsamt etwaigen Folgekosten pauschal ausschließen.
Zudem müssen Sie natürlich auch bei einer Krankenversicherung für Hunde mit Kastration auf die allgemeinen Versicherungsbedingungen und die Vorzüge oder Nachteile des jeweiligen Tarifs achten. Berücksichtigen Sie beim Vergleich der Krankenversicherung für Hunde mit Kastration und dem Abschluss des Tarifs daher:
- den maximal erstattungsfähigen GOT-Satz
- die Höhe von Jahres- und Behandlungslimits sowie der Selbstbeteiligung
- freie Tierarzt- und Tierklinikwahl
- etwaige Zusatzleistungen
- etwaige Vorsorgeleistungen
- Höhe des Zuschusses (falls vorhanden) bei planbaren Kastrationen
Welche Hunde profitieren besonders von der Krankenversicherung für Hunde mit Kastration?
Rassen wie Collies, Schäferhunde, Golden Retriever und Cocker Spaniel haben ein erhöhtes statistisches Risiko für eine Gebärmutterentzündung. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, eine dadurch bedingte Kastration durchführen lassen zu müssen.
Rassen wie Chihuahua, Yorkshire, Zwergpudel und Pomeranian haben ein erhöhtes Risiko für einen Hodenhochstand. Auch das macht eine nötige Kastration wahrscheinlicher. Hunde aus dem Ausland können aufgrund einer unklaren medizinischen Vorgeschichte und möglicherweise fehlenden Behandlungen ebenfalls Risikotiere sein.
Welche Alternative gibt es zur Krankenversicherung für Hunde mit Kastration?
Eine Kastration ist natürlich ein operativer Eingriff. Aus diesem Grund ist die naheliegende Alternative eine Hunde-OP-Versicherung, die ebenfalls zahlt, sofern eine medizinische Indikation vorliegt. Freiwillige Kastrationen werden dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht übernommen.
Die Hunde-OP-Versicherung könnte eine Alternative für Sie sein, wenn Sie die monatlichen Versicherungsbeiträge niedrighalten möchten oder der Hund in keine Vollkrankenversicherung aufgenommen wird. Sie greift dann aber eben auch nur bei Operationen.
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Eine Krankenversicherung für Hunde mit Kastration kann Sie vor den hohen Kosten des Eingriffs ebenso wie den mitunter noch höheren Folgekosten bei Komplikationen schützen. Damit können Sie sich in dieser zweifelsohne fordernden Phase voll und ganz auf die Gesundheit Ihres Schatzes konzentrieren, ohne sich um die eigene Haushaltskasse sorgen zu müssen.
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