Der häufige Irrglaube, kleine Hunde würden geringere Behandlungskosten verursachen oder seien sogar robuster, entspricht leider nicht der Realität. Folglich ist eine Krankenversicherung für kleine Hunde unbedingt notwendig: Unter anderem auch deshalb, weil kleine Hunderassen statistisch eine höhere Lebenserwartung haben – folglich auch mehr Zeit für nötige Tierarztbesuche bleibt. Damit Sie eine Krankenversicherung für kleine Hunde wählen, die rundum zu Ihnen und dem Vierbeiner passt, zeigen wir nachfolgend auf worauf es wirklich ankommt.
Im Überblick: Warum ist eine Krankenversicherung für kleine Hunde sinnvoll?
1. Höhere Lebenserwartung
Laut einer britischen Studie, bei der die Lebenserwartung von mehr als 580.000 Hunden auf den Prüfstand gestellt wurde, zeigt sich ein eindeutiges Bild: Je kleiner der Hund, desto höher ist seine Lebenserwartung. Die britischen Forscher gaben dazu an:
- kleine Hunderassen haben eine Lebenserwartung zwischen 12,7 und 13,3 Jahren
- mittelgroße Hunderassen kommen statistisch auf 12,5 Jahre
- große Hunderassen leben im Durchschnitt leider nur etwa 11,9 Jahre
Das bedeutet für Sie: Wenn Sie einen kleinen Hund haben, wird der zumindest statistisch gesprochen länger als größere Hunde leben. Mit der längeren Lebenszeit gibt es aber auch deutlich mehr Gelegenheiten, um aufgrund von Krankheiten zum Tierarzt zu müssen – vor allem später im fortgeschrittenen Seniorenalter.
2. Tierärzte rechnen nach GOT, nicht nach Hundegröße ab
Nur weil der Hund kleiner ist, ist die Behandlung nicht plötzlich günstiger. Die Gebührenordnung für Tierärzte schreibt feste Sätze für Behandlungen vor, nach dieser rechnet jeder Tierarzt in Deutschland ab. Feinjustierungen können Tiermediziner über den GOT-Satz, beispielsweise den 2- oder 3-fachen Satz, vornehmen. So ist durchaus denkbar, dass einzelne Behandlungen bei kleinen Hunderassen sogar noch etwas teurer sind – zum Beispiel Zahn-OPs, weil das Maul relativ klein ist, was die Operation erschwert.
3. Kleine Hunderassen könnten beim Tierarzt besondere Behandlungen erforderlich machen
Eine Krankenversicherung für kleine Hunde stellt sicher, dass Sie Ihren Schatz medizinisch bestmöglich versorgen lassen können, ohne dass die Behandlung am Geld scheitert. Das ist bei kleinen Hunderassen ebenfalls wichtig, denn aufgrund ihrer kleinen Körpergröße benötigen die mitunter eine spezialisierte Diagnostik oder besondere OP-Techniken.
4. Womöglich liegen erhöhte Gesundheitsrisiken vor
Kleine Hunderassen tragen immer noch häufig Merkmale einer Überzucht. Bei Kleinhunden zeigt sich das beispielsweise an zu kleinen, eingedrückten Nasen, zu eng stehenden Zähnen und Kiefer oder schlicht einem Mini-Körper, was wiederum auf die Gelenke geht. Die Krankenversicherung für kleine Hunde hilft Ihnen zu weiten Teilen, solche zuchtbedingten Gesundheitsrisiken ganz oder wenigstens teilweise abzudecken.
Welche gesundheitlichen Probleme sind bei kleinen Hunderassen typisch?
Kleine Hunderassen müssen weniger zum Tierarzt? Beim Tierarzt ist die Behandlung günstiger für kleine Hunde? Beides stimmt nicht! Kleine Hunderassen müssen genauso oft wie große Tiere zum Tierarzt, vielleicht sogar hin und wieder noch häufiger. Einige Erkrankungen und Beschwerden ereilen kleine Hunde überdurchschnittlich oft, diese möchten wir Ihnen nachfolgend kurz aufzeigen.
1. Patellaluxation (Verrenkung der Kniescheibe)
- tritt sehr häufig bei kleinen und Zwergrassen auf, zum Beispiel Französische Bulldogge, Zwergpudel, Spitz, Malteser, Papillon oder Chihuahua
- bei der Patellaluxation springt das Kniegelenk heraus, das sich anschließend noch weiter verformen kann
- es ist nahezu immer eine Operation erforderlich
- die OP-Kosten beziffern sich auf etwa 800 bis 2.000 Euro pro Lauf
Wie teuer es wird, ist auch vom Schweregrad abhängig. In der Tiermedizin wird zwischen vier Schweregraden unterschieden. Wie diese Verrenkungen aussehen, können Sie bei der Tierklinik St. Pölten einsehen.
2. Probleme mit den Zähnen und dem Kiefer
- kleine Hunderassen haben meist gestauchte Kiefer, daher auch engstehende Zähne
- beides sorgt dafür, dass sich Zahnstein schneller festsetzen kann
- das Parodontose-Risiko ist dadurch ebenfalls höher
- teilweise bleiben Milchzähne bei kleinen Hunderassen länger erhalten
Die Krankenversicherung für kleine Hunde schützt Sie auch dagegen: Immerhin kostet schon eine Zahnsteinentfernung 200 bis 450 Euro, bei einer Zahnextraktion müssen Sie mit bis zu 1.500 Euro rechnen – je nachdem wie viele Zähne entfernt werden. Achten Sie dahingehend bei Ihrer Krankenversicherung für kleine Hunde auf starke Zahnleistungen, diese sind nicht selbstverständlich.
3. Atemwegsprobleme
- speziell bei brachyzephalen Rassen wie Französischer Bulldogge, Pekinese und Co.
- Nasenlöcher sind zu eng, Gaumensegel zu lang
Sofern der Hund partout nicht einwandfrei atmen kann, wird auch bei brachyzephalen Rassen operiert, was Sie bis zu 2.500 Euro kosten wird.
4. Trachealkollaps
- betrifft vor allem kleine Hunde wie Pomeranian, Yorkshire Terrier und Chihuahua
- die Luftröhre kollabiert, es ist mitunter eine Not-Operation erforderlich
- womöglich OP mit Stent
- Kosten bis zu 4.000 Euro (auch abhängig davon, ob der Notdienst mit 4-fachem GOT-Satz genutzt werden muss)
In diesen Fällen würde die Krankenversicherung für kleine Hunde Ihre Haushaltskasse schützen und zugleich die bestmögliche Behandlung erlauben. Das sind aber natürlich längst nicht alle Erkrankungen, von denen kleine Hunde betroffen sein könnten. Keinesfalls selten sind bei kleinen Hunderassen noch Behandlungsfälle wie:
- Herzprobleme
- Probleme mit den Bandscheiben oder die „Dackellähme“
- Bauchspeicheldrüsenentzündungen
- Verletzungen die aus Unfällen resultieren, da kleine Hunderassen deutlich weniger robust und damit verletzungsanfälliger sind
- Infekte sowie klassische Erkrankungen, die alle Hunde gleichermaßen betreffen können
Wie schützt Sie eine Krankenversicherung für kleine Hunde?
Eine Krankenversicherung für kleine Hunde schützt zweierlei: Allen voran finanziell, indem erstattungsfähige Leistungen und Behandlungen von der Versicherung übernommen werden. Zweitens aber auch im Hinblick auf die medizinische Versorgung: Gut versichert, können Sie da aus den Vollen schöpfen und das Tier optimal behandeln lassen.
Sie erhalten von einer Krankenversicherung für kleine Hunde unter anderem Leistungen wie:
- Diagnostische Maßnahmen, wie Röntgen, Ultraschall, Blut- und Laborwerte, Allergietests, Herzschall
- Ambulante Behandlungen, bei Allergien, Magen-Darm-Problemen, Augen- und Ohrenentzündungen, Infekten und Schmerzen
- Medikamente und Verbandsmaterial
- Operationen inklusive der Vorsorge, Narkose und post-operativen Nachsorge
- Zahnmedizinische Behandlungen, zum Beispiel Zahnsteinentfernung, Parodontosebehandlung, Zahnwurzelbehandlung, Entfernung von Zähnen
- Langzeitbehandlungen, zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen, belastetem Herzen oder bei einer Schilddrüsenerkrankung
- Physiotherapie, Osteopathie, alternative Heilmethoden
Wichtig: Nicht jede dieser Leistungen und Behandlungsfälle ist Bestandteil einer jeden beliebigen Krankenversicherung für kleine Hunde. Es gibt häufig Basic-, Plus- oder Premium-Tarife – optimal geschützt, mit möglichst vielen Leistungen, sind Sie in den etwas teureren Premium-Hundekrankenversicherungen.
Worauf Sie beim Angebotsvergleich der Krankenversicherung für kleine Hunde achten sollten
Gehen Sie am besten Schritt für Schritt die nachfolgende Checkliste durch. Ihre neue Krankenversicherung für kleine Hunde können Sie direkt hier vergleichen: Da erhalten Sie alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Sie sollten zusätzlich aber unbedingt noch einen genauen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen.
1. Ist Patellaluxation mitversichert? Manchmal sind Verrenkungen der Kniescheibe bei kleinen Hunden ausgeschlossen.
2. Sind Zähne mitversichert? Zähne machen vor allem mit steigendem Alter oftmals Probleme, starke Zahnleistungen können Sie perspektivisch entlasten.
3. Sind Atemwegserkrankungen oder bestimmte Erkrankungen bei brachyzephalen Rassen ausgeschlossen? Wichtig für Sie, wenn Ihr Hund zu den brachyzephalen Rassen zählt.
4. In welcher Höhe wird der GOT-Satz erstattet? Mindestens 2-facher Satz, besser ist der 3-fache Satz. Der 4-fache Satz wird bei Notdiensten an Sonn- und Feiertagen sowie außerhalb der Praxiszeiten genutzt und kann eine zusätzliche Absicherung für den Notfall bieten.
5. Welche Wartezeiten gibt es? Die allgemeine Wartezeit beträgt meist 30 Tage, einige Behandlungsfälle können gesonderte, längere Wartezeiten haben. Verletzungen, die aus Unfällen resultieren, sollten direkt ohne Wartezeit erstattungsfähig sein.
6. Gibt es Jahres- oder Behandlungslimits? Falls ja, sollten diese natürlich möglichst hoch sein, falls der Hund doch einmal häufiger erkrankt oder es bei einer Erkrankung zu Komplikationen und weiteren Behandlungen kommen sollte.
7. Wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Eine höhere Selbstbeteiligung reduziert die monatlichen Versicherungsbeiträge, im Behandlungsfall müssen Sie dann aber einen Teil (die Selbstbeteiligung) selbst zahlen.
8. Sind Kombinationen möglich? Sofern der Versicherer beispielsweise auch eine Hundehaftpflicht anbietet, könnten Sie mit einer Kombination zur Krankenversicherung für kleine Hunde mitunter effektiv Geld sparen.
Welche Alternative gibt es zur Krankenversicherung für kleine Hunde?
Gar keinen Versicherungsschutz zu haben ist keine Lösung. Dennoch ist denkbar, dass der Hund nicht in die Vollkrankenversicherung kommt, weil es beispielsweise schon eine stattliche Krankenakte gibt. Oder aber Sie suchen eine Versicherungslösung mit monatlich geringeren Versicherungsbeiträgen?
In beiden Fällen lohnt sich ein Blick auf die Hunde-OP-Versicherung. Diese kostet monatlich normalerweise (deutlich) weniger, greift aber zumindest noch bei den wirklich teuren Behandlungsfällen. Das sind natürlich die operativen Eingriffe, ob bei Bandscheibenvorfällen, Tumor-OPs, Verrenkungen der Kniescheibe, verschluckten Fremdkörpern oder Verletzungen aus Unfällen.
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