Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland

Ihr Hund hatte schon eine kleine Weltreise hinter sich, bevor er bei Ihnen sein neues Für-Immer-Zuhause und eine liebevolle Zukunft fand? Dann erst einmal unser Glückwunsch: Nun geht es aber direkt an den nächsten Schritt. Mit welcher Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland sollte das Tier versichert werden? Mehr dazu erfahren Sie jetzt!

Warum sollten Sie eine Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland abschließen?

Die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland ist ungemein wichtig und sinnvoll, speziell für Tiere aus anderen Teilen der Welt. Die medizinische Gemengelage ist dann etwas komplexer.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Ist der Impfstatus einwandfrei geklärt und mit Dokumenten belegt?
  • Liegen die nötigen Entwurmungen vor und fanden diese auch in der Vergangenheit statt?
  • Gibt es Traumata, Verletzungen, Krankheiten oder anderes?
  • Kennen Sie die genetische Vorgeschichte und die Erblinie? Kennen Sie das Muttertier?
  • Wie oft, falls ja, gab es Infektionen?
  • Wie wurden alle bis dato aufgetretenen medizinischen Vorkommnisse behandelt – und von wem?

Kommt Ihr Tier von einem international renommierten Züchter, werden Sie diese Fragen sicherlich beantworten können. Das genaue Gegenteil davon wären Tiere, die Sie beispielsweise von einer Hilfsorganisation oder aus einem ausländischen Tierheim adoptieren – da würden Sie die meisten dieser Fragen wohl nicht beantworten können. Das ist nicht den Tierhelfern vor Ort geschuldet, sondern schlicht dem Umstand, dass diese das Tier selbst zuvor aus unbekannten Verhältnissen retteten.

Wie oft sehen sich Krankenversicherer mit Hunden aus dem Ausland konfrontiert?

Gar nicht selten, weshalb die Auswahlmöglichkeiten für die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland zuletzt stark zugenommen haben. Tierarztpraxis aus Leipzig spricht von 18 % Hunden, die allein aus Südeuropa nach Deutschland kommen. Offizielle Erhebungen verweisen darauf, dass Expertenschätzungen nach sogar ein Viertel aller Hunde in Deutschland ihre Wurzeln im Ausland haben könnten.

Beliebte „Importländer“ sind Spanien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Ungarn. Häufig rettet die Adoption die Hunde aus zuvor prekären Verhältnissen. Die Hilfsorganisationen vor Ort sind indes auf die Vermittlung angewiesen, denn deren Aufnahmekapazitäten sind logischerweise begrenzt. Ein vermittelter Hund schafft also Platz für eine neue Hunderettung vor Ort.

Die Kehrseite ist aber auch, dass solche Hunde für Versicherer ein Risiko darstellen. Daher gibt es die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland, die dieses Risiko einerseits aufgreift, andererseits aber eben immer noch eine Absicherung ermöglicht.

Welche Probleme haben Hunde aus dem Ausland womöglich?

Und warum kann das für Sie zur Herausforderung werden?

1. Das Infektionsrisiko ist höher

Das ist leider kein Vorurteil oder Stereotyp, sondern wurde hinlänglich untersucht und erfasst. Hunde aus Süd- und Osteuropa haben, aufgrund ihrer dortigen Lebensweise, teils schlechteren oder fehlenden medizinischen Versorgung und aufgrund der örtlichen Hygienestandards meist ein höheres Infektionsrisiko.

Statistisch ist das Risiko für solche Infektionen höher oder generell hoch:

  • Leishmaniose
  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Anaplasmose
  • Dirofilariose (Herzwürmer)

2. Mangelnde medizinische Versorgung

Straßen- und Shelterhunde erhalten wenig bis keine medizinische Versorgung. Die erste medizinische Versorgung überhaupt findet nicht selten unter dem Dach der Tierschutzorganisation statt. Das steigert das Risiko für derartige Erkrankungen und Probleme:

  • Zahnprobleme
  • alte, nicht korrekt verheilte Brüche
  • Ohrenentzündungen
  • Parasitenbefall
  • Hautpilze
  • Mangelernährung und daraus resultierende Organschäden

3. Erhöhtes Stresslevel

Der lange Transportweg, massive Angst, in Deutschland dann neue sowie unbekannte Umweltreize: All das lastet auf dem Immunsystem, das mitunter sowieso schon nicht optimal funktioniert. Stress und Begleiterscheinungen können anfänglich in behandlungsbedürftigen Fälle wie beispielsweise Hautprobleme, Durchfall, Verstopfung oder Allergieschübe resultieren.

Wer benötigt die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland unbedingt?

Frischgebackene Hundehalter und Hundehalterinnen von…

  • Adoptivhunden aus dem Tierschutz/von einer Rettungsorganisation
  • Hunden aus medizinisch betrachtet kritischen Ländern in Süd- und Osteuropa
  • älteren Hunden aus dem Ausland
  • bereits traumatisierten Hunden oder Angsthunden

Außerdem natürlich alle Hundehalter, die sich finanziell absichern möchten oder wenn keine ausreichend hohen Rücklagen vorhanden sind. Planbare monatliche Beiträge für die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland sind viel leichter zu stemmen als plötzliche hohe Tierarztrechnungen, die Sie ohne Versicherung vollständig aus eigener Tasche zahlen müssten.

Welche Hürden könnten bei Abschluss der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland auftreten?

Herausforderung könnten bei der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland sein:

  • dass vorliegende Infektionen zu damit assoziierten Ausschlüssen führen
  • keine vollständige oder überhaupt keine Krankenakte vorliegt, wodurch für den Versicherer das Risiko immens steigt
  • dass garantiert ein vollständiger Gesundheits-Check von einem Tierarzt in Deutschland nachgefragt werden wird (dieser Check kostet natürlich abgesehen davon auch noch Geld)
  • dass womöglich längere Wartezeiten als normal üblich vertraglich festgelegt werden

Eine weitere Hürde ist, dass selbst Anbieter der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland einige Länder kategorisch ausschließen könnten – zum Beispiel wenn es sich um einen Straßenhund aus Rumänien, Bosnien, der Türkei oder Griechenland handelt.

Welche Vorteile hat eine Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland – und warum lohnt sich diese für Sie?

Anhand der bisherigen Erläuterungen dürfte relativ offensichtlich sein, warum die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland so wichtig ist und welche Vorteile Sie damit haben. Das medizinische Risiko ist schlichtweg höher, also ist es auch das Risiko für hohe Tierarztkosten – und genau davor soll die Versicherung ja schützen.

Bedenken Sie dabei speziell diesen Nutzen der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland:

  1. Höhere Wahrscheinlichkeit für künftige Erkrankungen: Sie sichern sich also gegen wahrscheinlich höhere Lebenszeit-Behandlungskosten des Tieres ab.
  2. Leistungsstarke Tarife übernehmen bis zum 4-fachen Notdienst-GOT-Satz: Das ist wichtig, weil speziell bei frisch adoptierten Hunden plötzlich etwas auftreten kann, das eine sofortige Behandlung erforderlich macht – auch am Wochenende oder an Feiertagen.
  3. Sie erhalten Unterstützung für weitere diagnostische Maßnahmen: Blutbilder, Herzultraschall, Röntgen und Co.
  4. Sie bekommen erforderliche Medikamente erstattet. Besonders wichtig, da der Hund womöglich ein weniger starkes Immunsystem hat, wodurch mit den Behandlungen auch die Medikamentengabe steigt.
  5. Große Operationen verursachen erhebliche Kosten, quasi immer im niedrigen oder gar mittleren vierstelligen Bereich. Damit Sie davon nicht überrumpelt werden, gibt es die Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland.
  6. Sie haben Sicherheit bei kurzfristigen Behandlungen (nach der Wartezeit) ebenso wie bei späteren und chronischen/wiederkehrenden Erkrankungen.

Welche Leistungen sind in der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland beispielsweise enthalten?

Erstattet werden von der Versicherung daher zum Beispiel:

  • Behandlungen von Magen-Darm-, Haut-, Atemwegs-, Augen-, Ohren-, Harnwegs- und Allergieproblemen.
  • Bildgebende Verfahren, Blutbildanalysen, Laboranalysen, Stuhlprobentests, Allergietests.
  • Medikamente, Verbandsmaterial, Augentropfen und Co.
  • Zahnbehandlungen wie Extraktion, Parodontose-Behandlung, Zahnsteinentfernung.
  • Tumor-, Kreuzband-, Magendrehung-, Darmverschluss-, Fremdkörper- und Gebärmutter-Operationen.
  • Zusatzleistungen wie Verhaltenstherapie mit medizinischer Indikation, Physiotherapie, Lasertherapie, stationäre Aufnahme.

Beachten Sie: Was davon versichert ist und erstattet wird, hängt vom gewählten Vertrag und Tarif sowie etwaigen individuellen Ausschlüssen ab.

Top-5: Darauf müssen Sie beim Vergleich der Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland achten

#1 – Welche Gesundheitsfragen werden gestellt? Gibt es kategorische oder länderspezifische Ausschlüsse? Gibt es Quer-Ausschlüsse, falls beispielsweise einmal eine bestimmte Infektion vorlag?

#2 – Wie lang sind die Wartezeiten? Der Transportstress kann relativ schnell zu Erkrankungen führen. Auch ist immer gut, möglichst frühzeitig abgesichert zu sein.

#3 – GOT-Sätze: Welcher GOT-Satz wird maximal übernommen? Für Auslandshunde empfiehlt sich der 3-fache Satz, noch besser der 4-fache Satz für den Notdienst.

#4 – Gibt es Limits? Deckelt der Versicherer die maximalen Erstattungen pro Jahr? Eventuell pro Behandlung oder pro Erkrankung? Niedrige Limits sind speziell bei Auslandshunden kritisch!

#5 – Sind Zahnbehandlungen enthalten? Das Gebiss ist bei Auslandshunden oftmals in keinem guten Zustand, was sich manchmal aber erst später zeigt.

Gibt es eine Alternative zur Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland?

Sofern der Hund nicht in die Vollkrankenversicherung aufgenommen wird, empfehlen wir als Alternative eine Hunde-OP-Versicherung. Diese schützt Sie vor den hohen Kosten operativer Eingriffe und ist zudem monatlich günstiger. Auch da kann es Ausschlüsse geben, aber normalerweise nicht so weitgreifend wie bei einer Vollkrankenversicherung – die ja auch mehr Leistungen übernimmt.

Ihr nächster Schritt: Schließen Sie noch heute eine Krankenversicherung für Hunde aus dem Ausland (oder eine OP-Versicherung als Alternative) ab. Vergleichen Sie dafür unbedingt vorab die Tarife. So haben Sie zugleich eine Option B, falls der Versicherer von Option A das Tier nicht akzeptiert. Bei uns können Sie die Tarife gleich kostenlos und unverbindlich vergleichen – und direkt online abschließen!

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